Hintergrund
In der TCM bezieht sich "Leber" (gān) nicht auf das anatomische Organ auf der rechten Seite des Abdomens. Es bezieht sich auf den funktionellen Bereich, der für den reibungslosen Fluss des Qi verantwortlich ist — Emotionen in Bewegung halten, Verdauung fließen lassen und Menstruationszyklen regulieren. Wenn dieses "Leber-Qi" stecken bleibt, entsteht ein Cluster von Gefühlen, die westliche Leser erkennen könnten: Frust, Völlegefühl in Brust oder Rippen, häufiges Seufzen, ein Gefühl, dass etwas emotional "abgeschnürt" ist. Xiaoyao Wan ist der Hausname für dieses Muster — sein Name bedeutet wörtlich "freies und leichtes Wandern." Danzhi Xiaoyao Wan fügt hitzeklährende Kräuter hinzu, wenn das gestaute Qi "zu Feuer komprimiert" wurde. Chaihu Shugan Wan zielt auf die Schmerzdimension — wenn Stagnation als Spannung und Schmerz in Brust und Rippen auftritt.