Kulturelle Referenz, keine medizinische Beratung. Bei persönlichen Gesundheitsfragen wenden Sie sich an eine qualifizierte Fachperson.
Kategorie: Grundbegriffe für Einsteiger
In einem westlichen Rahmen sind wir Wörter gewohnt, die an Anatomie gebunden sind: Herz, Blut, Nerven. Die vier Eckpfeiler der TCM funktionieren anders. "Qi" ist eher eine Kurzbezeichnung für die Antriebs- und Koordinationsaktivität des Körpers. "Blut" ist die nährende, befeuchtende Substanz, die die Gewebe versorgt. "Yin" beschreibt die kühlenden, befeuchtenden und Reservefunktionen des Körpers; "Yang" seine wärmenden, antreibenden und aktivierenden Funktionen. Die beiden sind gepaart, nicht gegensätzlich — in der TCM werden die meisten Dinge als Yin-Yang-Gleichgewicht beschrieben, nicht als "gut" versus "schlecht". Ein häufiges Missverständnis ist, dass Qi eine Art mystische Energie sei. In der Praxis: Wenn ein TCM-Text sagt, jemand habe "Qi-Mangel", beschreibt er einen erkennbaren Symptomkomplex: leise Stimme, Erschöpfung, die sich durch Ruhe nicht bessert, schlechter Appetit. Wenn er "Yin-Mangel" sagt, meint er meist, dass die kühlenden und befeuchtenden Aspekte des Körpers zu dünn laufen — eine Person, die nachts Hitzewallungen, Nachtschweiß und einen trockenen Mund hat. Dies sind funktionale Beschreibungen, keine Dinge, die man mit einem Labortest messen könnte. PCMWiki-Einträge zu lesen wird einfacher, sobald man die vier Begriffe als Kurzformel für das akzeptiert, was der Körper tut — und nicht versucht, jeden einzelnen in einen englischen Begriff zu übersetzen.